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Crowdfunding bei VON FLOERKE nur um Frank Thelens Ertrag zu steigern?

Eine der Kernfragen der meisten Anleger von Kapilendo nach der Insolvenz bei der Schirrmacher Moden GmbH war häufig: 1. Hatte Frank Thelen seine Anteile zum Zeitpunkt des Crowdfundings schon verkauft? Und 2. Wieso hat David Schirrmacher überhaupt das Crowdfunding gemacht?

Die Antwort auf die erste Frage lautet: Ja, Frank Thelen hatte unmittelbar vor dem Crowdfunding im Juli 2017 mit der Verhandlung über die Veräußerung seiner Anteile begonnen, dann in einem Video werbewirksam für ein Investment in VON FLOERKE bei Kapilendo geworden damit viel Geld in die Firma fließt, und dieses dann als Argument für einen hohen Kaufpreis genutzt. Als schon klar war, dass VON FLOERKE durch seine Werbung über 1.2 Million Euro an Barmitteln erhalten wird, hat Frank Thelen die Wertsteigerung seiner GmbH-Anteile genutzt, um diese unmittelbar im Anschluss an den meistbietenden Investor zu verkaufen. Im Oktober 2017 wurde sein Exit dann notariell beurkundet. Der Ablauf nochmal im Einzelnen:

  • Juni 2017: Frank Thelen beginnt während der Eröffnung des Stores in Köln mit den Veräußerungsverhandlungen über seine Anteile an VON FLOERKE
  • Juli 2017: Frank Thelen wirbt öffentlichkeitswirksam für VON FLOERKE über 1.2 Millionen Euro von der Kapilendo-Crowd ein.
  • August 2017: Der meistbietende Investor stimmt einem Kaufpreis von 1 Million Euro für Frank Thelens Anteilen zu und verspricht, weitere 3 Millionen Euro in die Firma einzulegen.
  • September 2017: Das Geld der Anleger von Kapilendo wird bei VON FLOERKE ausgezahlt, eine Voraussetzung für die Veräußerung von Frank Thelens Anteilen tritt ein.
  • Oktober 2017: Der Kaufvertrag über den Anteilsverkauf wird notariell beurkundet. Frank Thelen hat auf dem Papier über 750.000 Euro Gewinn gemacht – alles dank der Preissteigerung der Anteile aus dem Crowdfunding.

Zur zweiten Frage: Wie man lesen kann, wollte David Schirrmacher sein Unternehmen in Ruhe ohne Frank Thelen weiterführen, der ihm nicht helfen konnte und wenig Kompetenz bei der Internetfirma einbringen konnte. Das Crowdfunding als Zwischenfinanzierung bis zur Auszahlung des neuen Investors wäre in Ordnung gewesen – wenn letzteres dann nicht ausgeblieben wäre. Sehr schade um VON FLOERKE.

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