Schmale Krawatte in schwarz - Klassiker oder Fauxpas?

Egal ob Ryan Gosling, Bradley Cooper oder George Clooney - fast jeden Prominenten, vor allem Schauspieler, hat man schon in dunklem Anzug und schmaler schwarzer Krawatte gesehen. Anscheinend ist sie ein Klassiker. Dennoch gibt es viele Gegner der schlichten Variante.

Warum spaltet ein Accessoires die Geschmäcker?

Die Liebhaber der schmalen Krawatte in schwarz

Die Befürworter des Schlipses betonen vor allem die Vielseitigkeit und Schlichtheit der Farbe schwarz. Sie lässt sich einfach immer tragen, denn man muss sich keine Gedanken um Kombinationen machen. Die schwarze Krawatte ist neutral und viele ziehen diese Neutralität der Extravaganz vor.

Die geringe Breite sieht natürlich sehr sportlich aus. Sie passt zu durchtrainierten Körpern und kantigen Gesichtern. Die schmale Krawatte ist für den Träger sehr angenehm, weil sie nicht viel Platz benötigt. Zudem lässt sie sich mit einem halben Windsor oder einem Four-in-Hand Knoten sehr schnell und einfach binden.

Somit lässt sich zusammenfassen, dass die schmale, schwarze Krawatte für den Träger einen praktischen Vorteil gegenüber anderen Bindern bietet.

Was meinen die Anderen?

Das erste woran die Skeptiker der schwarzen, schmalen Krawatte denken ist wohl eine Beerdigung. Viele Herren kombinieren die ohnehin schon dunkle Krawatte mit einem weißen Hemd, schwarzem Sakko, schwarzer Hose, schwarzen Socken sowie schwarzen Schuhen. Kein Wunder, dass einige dabei schon beim Anblick traurig werden. Der Knigge empfiehlt die ausschließlich schwarz-weiße Kombination nur bei Trauerfällen zu tragen, da das Outfit an sich eine Aufforderung zu Beileidsbekundungen darstellt.

Ansonsten sehen die Gegner des schwarzen Binders diese bei Kellnern. Auch wird der Schlips pauschal Künstlern zugeschrieben, welche aus Sicht der Dissidenten keinen Stil haben, da sie sonst auch nie Krawatten tragen.

Wir sagen: Kommt ganz auf den Typ und den Anlass an!

Natürlich hat man bei der schwarzen, schmalen Krawatte das Bild eines Kellners oder einer Trauerfeier vor Augen. Aber genauso ist es verständlich, dass das Schlichte und Praktische sehr beliebt ist.

Wir finden, man kann beides vereinen: Sportlichkeit und Eleganz - schlichte Nützlichkeit in stilvoller Kombination. Man muss die schwarze Krawatte nicht zu einem schwarzen Anzug tragen. Hierzu einige Ideen:

Wie wäre es mit einem hellen Einstecktuch?

Ein helles Einstecktuch wie zum Beispiel weiß oder gemusterte wie die unserer Paris Kollektion würde das düstere Schwarz egalisieren.

Wie wäre es mit einem helleren Sakko?

Anstatt eines schwarzen oder dunkelblau/-grauen Sakkos könnte man auch an ein helleres denken. Es muss ja nicht direkt rot, grün oder pink sein. Auch ein braunes oder ein gemustertes Sakko kann sehr gut passen.

Wie wäre es mit einer hellen Chino statt einer dunklen Hose?

Stellt Euch einen dunkelblauen Sakko, helles Hemd, schwarze, schmale Krawatte und eine beige Chino vor. Edel, elegant und trotzdem sehr sportlich.

Einfach mal stilvoll kombinieren

Die Devise heißt aus unserer Sicht: Einfach mal etwas trauen. Die schwarze Krawatte kann ein sehr guter Begleiter in vielen Kombinationen sein und muss nicht nur zu dunklen Outfits getragen werden.

Aber auch eine dunkle Kombination kann zum richtigen Typ und zum richtigen Anlass sehr schick aussehen. Wichtig ist, dass Ihr Euch wohlfühlt. Lasst Euch nicht von den Skeptikern verunsichern!


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